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Was die Technologie für die eigene Firma leisten kann

Business Process Management (BPM) ist ein Verfahren, das generell zu dem Feld der Prozessautomatisierung gezählt wird. Hierbei modelliert, analysiert und optimiert man Geschäftsprozesse, um dabei einerseits Kundenbedürfnisse und andererseits Unternehmensziele umzusetzen. Die Bedeutung von BPM ist in den letzten zehn Jahren deutlich gewachsen und wird auch zukünftig einen noch höheren Stellenwert innerhalb von Unternehmen einnehmen, wie eine aktuelle Studie der Hochschule Koblenz, Bonn-Rhein-Sieg und der Wirtschaftsuniversität Wien in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Prozessmanagement zeigt. Grund dafür ist unter anderem die wachsende Herausforderung für Unternehmen, in einer digitalisierten Wirtschaft weiterhin eine Ebene zu schaffen und aufrecht zu erhalten, auf der sie schnell und effizient Workflows umsetzen, um auf die Wünsche ihrer Kunden und Kundinnen entsprechend eingehen zu können. Dass BPM dabei eine tragende Rolle spielen kann wurde in der Umfrage deutlich, als knapp 80 Prozent der Befragten, die bereits mit BPM erfolgreich arbeiten, angaben, dass ihr Unternehmen im Vergleich mit anderen Branchen erfolgreicher ist.

Author Portrait Autor:
SMA-Redaktion

Grund dafür ist unter anderem die wachsende Herausforderung für Unternehmen, in einer digitalisierten Wirtschaft weiterhin eine Ebene zu schaffen und aufrecht zu erhalten, auf der sie schnell und effizient Workflows umsetzen, um auf die Wünsche ihrer Kunden und Kundinnen entsprechend eingehen zu können. Dass BPM dabei eine tragende Rolle spielen kann wurde in der Umfrage deutlich, als knapp 80 Prozent der Befragten, die bereits mit BPM erfolgreich arbeiten, angaben, dass ihr Unternehmen im Vergleich mit anderen Branchen erfolgreicher ist.

BPM als Schlüssel zum Erfolg – aber wie ist es eigentlich entstanden?

Ende der 1980 Jahre gab es unter dem Namen Business Process Reengineering den ersten Hinweis auf BPM. Die damalige Situation war der heutigen gar nicht mal so unähnlich: Durch Einflüsse wie die Öffnung globaler Märkte, die Auflösung zahlreicher Handelsbarrieren und die Verfügbarkeit von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien waren Unternehmen gezwungen, die firmeninternen Arbeitsabläufe zu überdenken und neu zu strukturieren. Auch der Fortschritt der Digitalisierung und die damit verbundene Geschwindigkeitszunahme sind Faktoren, die die Entstehung und Entwicklung von BPM unterstützen und auch in der Vergangenheit schon begünstigt haben.

Der 5-Schritt-Zyklus: über die Funktionsweise von BPM

Business Process Management ist als wiederkehrender Zyklus definiert, der insgesamt fünf Phasen umfasst und mit der Analyse startet. In diesem Schritt wird den vorhandenen Firmenprozessen auf den Grund gegangen und ein erster Entwurf auf Basis der Geschäftsziele erstellt. Dem folgt die Modellierung, in der die Ergebnisse der ersten Phase genutzt werden, um vorhandene Prozesse umzugestalten oder Neue zu erstellen. Im Rahmen der Implementierung werden die benannten Geschäftsprozesse in das Unternehmenssystem eingeführt und im Bestfall direkt voll- oder teilautomatisiert. 

BPM

Analyse:
In der Analysephase werden vorhandene Prozesse zunächst umfassend analysiert

Modellierung
Mithilfe der während der Analyse gesammelten Daten können vorhandene Prozesse neugestaltet oder ein neuer Prozess erstellt worden

Implementierung
Die benannten Geschäftsprozesse werden eingeführt und im besten Fall »I-)automatisiert

Monitoring:
Die Monitoring Phase ist die gezielte Prozesssteuerung. durch konstantes Messen, Nachverfolgen und Controlling.

Optimierung:
Durch die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Monitoring und auch aus der Analysephase ist es nun möglich die Prozesse zu verbessern.

Dem folgt das Monitoring, in dem die bisher ausgeführten Schritte kontinuierlich überwacht werden, um Verbesserungspotential festzustellen und das System weiter perfektionieren zu können. Der Zyklus schließt mit der Optimierung, bei der die Ineffizienzen des vorangegangenen Schrittes eingefügt und das System damit weiter optimalisiert wird. Das Prozessmanagement ist jedoch nicht mit einem Durchlauf abgeschlossen, sondern eine repetitive Aufgabe , die mit jeder Wiederholung die Umsetzung weiter perfektioniert und auf die jeweiligen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst wird.

Anwendungsfälle: Wo BPM erfolgreich zum Einsatz kommt

Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen die Verwendung von BPM sinnvoll ist. Einer davon ist beispielsweise das automatisierte Kreditantragsverfahren im Bereich der Bankenbranche. Dort bekommen die Geldinstitute täglich Unmengen von Kreditanfragen, die eine zeitnahe Bearbeitung erfordern. Um den Arbeitsprozess effektiv und schnell zu halten, ist BPM in der Lage, Abläufe wie die Kunden- und Risikoprüfung oder die Zinsberechnung und anschließende Genehmigung als mehrere automatisierte System Tasks abzuwickeln.

Ein weiterer Fall fällt in den Bereich von Versicherungen. In Frage würde hierbei beispielsweise die Bearbeitung von Schadensmeldungen kommen. Die Ausganglage ist der des ersten Beispiels ähnlich: Auch Versicherungen sehen sich tagtäglich mit extrem vielen Schadensmeldungen konfrontiert und müssen eine Ebene finden, die einzelnen Schritte schnell, effektiv und ohne Fehler zu bearbeiten. BPM kann dabei helfen, die Geschädigten zu benachrichtigen, die Übernahme zu prüfen, die Gewährleistung zu ermitteln und schließlich den Schaden abzuwickeln und die Zahlung an den Geschädigten zu übermitteln. Die beiden beschrieben Fälle sind zwei von vielen, die deutlich machen, wie hilfreich Business Process Management für Firmen sein kann.

Von der Theorie in die Praxis: Wie BPM in die eigene Firma kommt

Nachdem die Anwendungsfälle und das Potential von BPM geschildert wurden, stellt sich nur noch eine wichtige Frage: Wie bekommt man die Technologie in die eigene Firma? Dafür sind spezialisierte IT-Firmen zuständig (so wie wir und das seit über 20 Jahren 😉). Die Anwendung wird gemäß den vorgestellten Einzelschritten von Analyse bis Optimierung in das bestehende Unternehmenssystem implementiert. Der gesamte Ablauf wird dabei betreut, um ein optimales Ergebnis zu gewährleisten. So wie es verschiedene Firmen gibt, die diese Dienstleistung anbieten, gibt es auch unterschiedliche Anwendungen für Business Process Management. Unter anderem zählen dazu Camunda, Bizagi oder auch IBM. Aber egal für welchen Anbieter man sich letztlich entscheidet, ein Punkt ist in jedem Fall klar: Business Process Management ist der Schritt in Richtung Automatisierung, der Firmen fit macht für die Anforderungen, die eine digitalisierte Welt an Unternehmen stellt.

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